Die Ragdoll

Die Geschichte

Eine Nachbarin von Ann Baker besaß 1963 in Kalifornien eine weiße angoraähnliche Katze, namens Josephine. Diese hatte schon etliche Würfe mit unbekannten Katern. Eines Tages, sie war tragend, wurde sie von einem  Auto angefahren. Sie überlebte und gebar gesunde Kitten. Ann Baker, seid Jahren Perser-Züchterin, war von den Babys fasziniert. Sie hatten halblanges Haar und blaue Augen, hatten einen lieben Charackter und waren viel größer. Sie beschloss alle Kitten zu sich zu nehmen und baute sich damit eine eigene Rasse auf. 

Aufgrund der Eigenschaft der Kitten von Josephine sich schlaff hängen zu lassen wenn man sie hochnahm, gab sie Ihren Katzen den Namen Ragdoll. (Übersetzt bedeutet Ragdoll - Lumpenpuppe/Stoffpuppe.)

Ihre Catery nannte sie "Raggedy Ann" nach einer sehr bekannten Stoffpuppe in der USA.

Um ihre Katzen besser vermarkten zu können verbreitete sie das Gerücht die Ragdoll wäre schmerzunempfindlich - was totaler Quatsch ist !!! Auch ließ  Frau Baker den Namen Ragdoll patentieren und erstellte strenge Zuchtlinien. Laut Überlieferungen muß Ann Baker eine gewiefte Geschäftsfrau gewesen sein, die nur an der neuen Rasse Ragdoll verdienen wollte. Das es diese Rasse heut noch gibt ist wohl Denny Dayton zu verdanken, er und seine Frau haben sich frühzeitig von Ann Baker getrennt. 

Auch Frau Hughes-Dentler sind wir zu Dank verpflichtet. Sie gründete 1986 die Intressengemeinschaft Ragdoll und setzte sich für die Annerkennung unserer heißgliebten Rasse ein.


Falls sie jetzt neugierig geworden sind und mehr über die Entstehung, Genetikkarte von  Danny Dayton und vieles mehr wissen wollen möchte ich sie auf die Seite:

 

IG Ragdoll (Interessengemeinschaft Ragdoll) verweisen

wir wünschen ihnen viel Spaß dabei :-)

 

 

Charakter

Die Ragdoll ist eine sehr gesellige und freundliche Katze. Sie versteht sich gut mit anderen Mitkatzen und auch zu Hunden ist sie ausgesprochen freundlich. (Wenn der Hund es auch ist ) Sie fühlt sich in der Familie, bei ihrem Menschen sehr wohl. Sie ist sehr geduldig und verschmußt und kommt meist gut mit Kindern aus. Als Eltern sollte man aber auch darauf achten das die Kinder nicht so robust mit ihrer Katze umgehen- es ist halt kein Stofftier.

Die Ragdoll lernt sehr schnell. Sie ist an allem sehr intressiert, aber dabei nicht aufdringlich. Sie ist eine ruhige, gelassene und ausgeglichene Katze. Was aber nicht heißt, daß sie nicht mal im flotten Tempo mit ihren Mitkatzen durch die Wohnung rast :-)

Man kann sie, wenn man früh genug damit anfängt auch an die Leine gewöhnen und mit ihr spazieren gehen. Viele neue Ragdollbesitzer haben sich für diese Rasse entschieden weil man sie (Wenn man sie wieder frühzeitig dran gewöhnt ) mit auf Reisen nehmen kann.

Sie ist eine tolle Katze. Manchmal meint man sie habe keine Krallen, da sie diese nur am Kratzbaum ausfährt. Selbst beim spielen ist sie sehr vorsichtig.

Rassestandart

Die Ragdoll ist eine große, kräftige Katze mit blauen Augen. Sie ist eine Pointkatze. Das heißt sie hat  ein helles Körperfell sowie farbige Abzeichen (Points ) an den kühleren Körperstellen wie Gesicht, Ohren, Beinen, und Schwanz. Ihre Hinterbeine sind etwas höher als die Vorderbeine. Dadurch scheint die Rückenlinie nach vorne geneigt. Der Schwanz ist lang und buschig. Ihr Fell ist halblang und bricht sich bei der Bewegung. Kätzinnen sind kleiner als Kater. Katzen wiegen so um die 4 - 6 kg. Kater schonmal bis zu 8kg. Sie erreichen ein Schultermaß von 40 cm.

Eine Ragdoll braucht ca 4 Jahre bis sie ausgewachsen und ihr Fell ausgefärbt ist.

Sie kommen weiß auf die Welt.Sie ist eine sehr pflegeleichte Katze. Ihr Fell neigt nicht zum verfilzen, da sie keine Unterwolle besitzt. Das heißt aber nicht, das man sie garnicht bürsten sollte. Denn viele Ragdolls genießen es....

 

 

Bicolour

Die Bicolour ist die erste, die im Januar 1992, in Deutschland bei der FIFe` die Annerkennung erworben  hat.

Man kann sie leicht erkennen. Sie hat ein weißes umgekehrtes V im Gesicht. Die Körperfarbe ist etwas heller als die Points. Weiße Flecken auf dem Rücken sind erlaubt. Beine und Bauch sind ebenfalls weiß.

Die Bicolour ist die Katze mit dem meisten Weissanteil.

 

Colourpoint

 Bei der Colourpoint  sind die Points ( Ohren, Maske, Schwanz und Füße ) gut ausgefärbt.

Die Körperfarbe ist heller. Es ist die einzige Zeichnung ohne weiß.

Annerkennung in der FIFe im Januar 1997.

 

Mitted

Die Mitted wird am meisten mit der Heiligen Birma verwechselt..

Im Grunde ist sie gezeichnet wie die Colourpoint. Das Besondere und Auffälligste an ihr ist das weiße Kinn (mit oder ohne Blesse auf der Nase ). Weiße Handschuhe an den Vorderfüssen und an den Hinterbeinen bis mitte Oberschenkel weiß. Zudem zieht sich ein weißer Streifen vom Kinn bis zum Schwanzansatz durch.

Annerkennung in der FIFe 1999.

Lynx (Tabby)

Ist eine Streifenzeichnung die es in Kombination mit den Zeichnungen Colourpoint, Mitted und Bicolour gibt. Das heißt das sie zusätzlich an den Points die Streifenzeichnung aufweist. Die Ohren scheinen eine weiße Umrandung zu haben.

Am meisten fällt aber ihre weiße Umrandung an den Augen auf. Man meint sie hätte sich mit einem weißen Kajalstift geschminkt. Auf den Schnurrhaaren sind weiße Pünktchen zu sehen.

Tortie

Ragdolls in tortie sind immer weiblich, da das Rot-Gen geschlechtsgebunden ist. Sie haben zu ihrer regulären Farbe (seal,blue,chocolate,lilac ) unregelmäßige rote (cream ) Flecken.

Das besondere an einer Torti ist dass sie keiner anderen Tortie gleicht :-) Eine gewisse Ähnlichkeit kann aber natürlich vorkommen.. 

Torbie

Mischung von Lynx (Tabby) und Tortie = Torbie.

Sie haben unregelmäßige Flecken wie Torties und zusätzlich das Streifenmuster der Lynx (Tabby)

Farben

Die Ragdoll gibt es einmal in den traditionellen Farben seal, blue, chocolate, lilac und in den "neuen Farben" red und cream.


Und noch in Mink, Sepia und Solid.

Carla
Silas
Wild Megan
Muffin
Tinkerbell